Via Regia – Kulturstraße mitten durch Europa

 

„800 Jahre Bewegung und Begegnung“ ist das Motto der 3. Sächsischen Landesausstellung 2011 in Görlitz, wo die alte Handelsstraße durch die Medienpräsenz wieder einer größeren Öffentlichkeit bekannt wird.

Obwohl die Via Regia Jahrhunderte lang die europäische Ost-West-Verbindung ist, wird sie erst nach dem Fall des „eisernen Vorhangs“ wieder entdeckt. Aus einzelnen Initiativen zunächst in Thüringen und Sachsen entwickelt sich zunehmend ein aktives Netzwerk der Via Regia Städte und Gemeinden. Im Jahr 2007 wird die Via Regia zur großen „Kulturstraße des Europarats“ ernannt, und damit auch verstärkt zum Sinnbild für internationalen Kulturaustausch und die Begegnung zwischen Ost und West.

Die Kulturstraße mitten durch Europa verbindet Santiago de Compostela mit Kiew, und durchquert dabei Spanien, Frankreich, Deutschland, Polen und die Ukraine. Die Via Regia heute ist Symbol für kulturelle Vielfalt, und steht als „Königsweg“ Europas gleichermaßen für die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede der Regionen.

 

Die Kulturstraße Via Regia hat die eigentliche Kernzone der historischen Via Regia in Ost- und West – Richtung erweitert. In ihrer historischen Bedeutung bezeichnet Via Regia die „Strasse des Königs“, und bezieht sich dabei auf die Strecke zwischen Frankfurt am Main und Breslau, vom Rhein nach Schlesien. Der Streckenabschnitt zwischen Leipzig und Breslau ist ebenso bekannt unter dem Namen „Hohe Strasse“, oder anderen regionalen Bezeichnungen wie „Leipziger Straße“ oder „polnisches Gleis“.

Die Via Regia als wichtigste Ost-West-Handelsverbindung hat ihre Blütezeit im 15. und 16. Jahrhundert, und verliert mit dem zunehmenden Eisenbahnverkehr im 18. Jhd. Ihre Bedeutung.

Schon seit frühester Zeit ist die Straße als zentrale Lebensader für den Landschaftsraum prägend. Märkte und Städte entstehen. Eine ganze Infrastruktur entwickelt sich rund um die Kaufleute, Fernhändler und Reisenden. Neben den Waren verbreiten sich ebenso Nachrichten, neues Wissen und Erfahrungen, Glaubensvorstellungen, Kunst und Kultur. Zahllose Menschen mit unterschiedlicher Herkunft und Absicht bewegen sich auf der Straße ; Kaufleute Handwerker, Boten, Pilger, Raubritter, Wegelagerer, Studenten, Mönche, Gaukler, Könige und Bettler, Heerscharen und fahrendes Volk.

Wege sind immer schon die Verbindungen zu anderen Menschen, Gütern und Erfahrungen jenseits des eigenen begrenzten Lebensumfelds. Heute ist uns diese besondere Bedeutung von Wegen kaum noch bewusst, die herausragende Bedeutung eines mittelalterlichen Weges durch undurchdringliche Natur und tiefe Wälder.

Im 20. Jahrhundert hat sich die unbefestigte Straße schnell in eine geradlinig asphaltierte Trasse verwandelt, und doch ist die Via Regia als Ost-West-Verbindung von 1945 – 1989 nur begrenzt, oder gar nicht passierbar. Die eiserne Trennlinie zwischen Ost und West durchschneidet das gemeinsame Band der alten Straße, wie auch die Erinnerung daran.

 

Heute ist die Wiederbelebung der Via Regia in Deutschland und Europa zur gemeinsamen Aufgabe und Entdeckungsreise geworden.

In Sachsen engagiert sich in diesem Sinne seit 2004 der Via Regia Begegnungsraum - Landesverband Sachsen e.V. mit seinen Regionalstellen in Görlitz, Königsbrück und Leipzig. Als Gründungsmitglied des Via Regia Landesverbands wirkt hier der Architekturmodellbau Königsbrück von Anfang an als aktiver Partner im Via Regia Netzwerk.



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